
Ratgeber
Lamellendach planen: Worauf es wirklich ankommt
Ein Lamellendach ist eine Investition für viele Jahre. Wer Fundament, Statik, Entwässerung und Bedienung früh richtig festlegt, vermeidet teure Kompromisse bei der Montage.

Grundlagen
Was ein Lamellendach von einer klassischen Überdachung unterscheidet
Lamellendächer unterscheiden sich nach Produktlinie: Pergola Deluxe wird manuell, Pergola Deluxe Elektrisch elektrisch bedient; beim Premium-Maßsystem fahren die Aluminium-Lamellen ein und öffnen die Dachfläche. Geschlossene Lamellen führen Wasser in Rinnen und Abläufe. Achten Sie bei der Planung auf die Ablaufrichtung und auf offene Seiten, durch die Regen eintreiben kann.
- Manuell oder elektrisch drehbare Main Pergola Lamellen sowie einfahrbare Premium-Lamellen
- Wasserabläufe und seitlich eintreibenden Regen mit einplanen
- Erweiterbar mit ZIP-Screens, Glas-Schiebeelementen und LED
Entscheidungen
Die Planungspunkte im Überblick
Seitlich wischen, um alle Werte zu vergleichen.
| Worauf achten | |
|---|---|
| Fundament | Tragfähiger Untergrund oder Punktfundamente. Beton, Pflaster oder Holz bestimmen die Befestigung. |
| Genehmigung | Je nach Landesbauordnung und Grenzabstand kann eine Genehmigung nötig sein, früh klären. |
| Entwässerung | Entwässerungsweg des gewählten Systems prüfen. Gefälle, Ablauf und Anschluss früh festlegen. |
| Strom | Zuleitung für Motor, LED und Sensoren rechtzeitig einplanen. |
| Windlast | Standort und Windbelastung prüfen, relevant für Verankerung und Screens. |
Die folgenden Abschnitte vertiefen die Übersicht: Was beim Untergrund, bei Statik und Genehmigung, bei Wasser und Strom zu klären ist, und wie der Zeitplan von der Anfrage bis zur Montage aussieht.
Fundament: Punktfundamente oder tragfähiger Untergrund
Ein Lamellendach leitet sein Eigengewicht sowie Wind- und Schneelasten über die Stützen punktuell in den Boden. Auf einer Bestandsterrasse ist deshalb entscheidend, was unter dem Belag liegt: Eine tragfähige Betonplatte kann die Lasten häufig direkt aufnehmen. Liegt der Belag dagegen als Pflaster im Splittbett oder als Holzdeck auf Lagerhölzern, werden die Stützpunkte in der Regel geöffnet und mit Punktfundamenten unterfangen. Gründungstiefe, Fundamentabmessungen und Befestigung richten sich nach Baugrund, Standort und Lasten. Lassen Sie diese durch die zuständige Fachplanung festlegen; ein Aufmaß allein ersetzt keinen statischen Nachweis. Erfassen Sie auch Gefälle, Zufahrt und Leitungen im Boden.
Statik und Windlast: Standort statt Pauschalwert
Wind wirkt auf ein Lamellendach vor allem als Druck- und Sogkraft auf Dachfläche und Seitenelemente. Wie groß diese Kräfte sind, hängt von Standort, Geländelage, Gebäudehöhe und der gewählten Größe ab. Wir nennen deshalb bewusst keine pauschalen Zonen- oder Rechenwerte: Die Einordnung Ihres Standorts erfolgt bei der Standortprüfung im Aufmaß, die zulässigen Lasten des konkreten Systems ergeben sich aus den Herstellerunterlagen. Für Ihre Planung heißt das: Je exponierter die Fläche, desto wichtiger sind Verankerung, Wandanschluss und die Abstimmung von ZIP-Screens auf die Einbausituation.
Genehmigung: Bayern und Baden-Württemberg
Klären Sie vor der Bestellung, ob Ihr Vorhaben verfahrensfrei ist und welche Anforderungen am Grundstück gelten. Legen Sie dem Bauamt Lageplan, Abmessungen, Montageart und geplante Seitenelemente vor. Unser Ratgeber Baugenehmigung für die Pergola nennt die Regeln für Bayern und Baden-Württemberg und verlinkt die amtlichen Quellen. Stimmen Sie benötigte Produktunterlagen mit uns ab; ein erforderlicher Bauantrag oder statischer Nachweis gehört gesondert geplant.
Entwässerung: integrierte Ableitung über die Stützen
Regenwasser läuft bei geschlossenen Lamellen in umlaufende Rinnen im Rahmen und wird verdeckt durch die Stützen abgeleitet. In der Planung sind zwei Fragen früh zu beantworten: An welcher Stütze soll das Wasser austreten, und wohin fließt es dort? Möglich sind der freie Auslauf ins Beet, der Anschluss an eine vorhandene Regenwasserleitung oder eine Versickerung auf dem Grundstück. Wer den Anschlusspunkt vor der Montage festlegt, vermeidet spätere Stemmarbeiten am fertigen Belag.
Strom: Zuleitung für Motor, LED und Sensoren
Motorisierte Lamellen, LED-Beleuchtung und Sensoren benötigen die vom jeweiligen System vorgegebene Stromversorgung. Leitungsführung, Absicherung und Anschluss sind durch einen Elektrofachbetrieb zu planen und auszuführen. Am günstigsten ist die Verlegung, solange Belag oder Fassade ohnehin offen sind, etwa während der Fundamentarbeiten. Planen Sie außerdem die Bedienung: Funk-Handsender, Wandtaster oder die Anbindung an eine vorhandene Smart-Home-Steuerung sind je nach System möglich und werden im Angebot festgehalten.
Zeitplan: vom Aufmaß bis zur Montage
Am Anfang stehen Beratung und Aufmaß, anschließend erhalten Sie das Angebot für Ihre Maße und Ausstattung. Liefer- und Montagetermin nennen wir Ihnen auf Anfrage. Wenn Ihre Terrasse zum Saisonstart fertig sein soll, beginnen Sie die Planung am besten frühzeitig.
Ablauf
So entsteht Ihr Lamellendach
- Schritt 1
Beratung & Aufmaß
Wir klären Nutzung, Fläche und Machbarkeit, telefonisch oder beim Aufmaß am Projektort.
- Schritt 2
Modell und Ausstattung wählen
Wählen Sie Modell, Farbe und Zubehör für Ihr Angebot.
- Schritt 3
Planung & Angebot
Sie erhalten ein Angebot mit dem berechneten Preis für Ihre Maße.
- Schritt 4
Lieferung
Ihre Bestellung wird geliefert. Wenn Sie die Montage mitbestellen, bauen wir die Anlage auf und erklären Ihnen die Bedienung.
Konfigurator
Ihre Wunschmaße direkt in 3D prüfen
Stellen Sie Breite, Tiefe und Höhe im 3D-Konfigurator ein und sehen Sie sofort, wie Ihr Lamellendach wirkt, inklusive sofort berechnetem Preis aus der aktuellen Preisliste und Übergabe in die Anfrage.

FAQ
Häufige Fragen
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- Technische Unterlagen für Dachmaße und Montageort anfragen
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Vom Ratgeber zur konkreten Planung
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